Aktuelles

Geben Sie den Kindern in Goma (Nord-Kivu) eine Chance!

 

Jambo Buhimba e.V.
Holneich 5
83362 Surberg-Lauter

Telefon:+49 8612099597

E-Mail:jambo.buhimba(at)mailbox.org

 

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Weihnachtsgruß 2020 und Informationen der Vorstandsschaft

Die Zusendung der jährlichen Pateninformationen verzögert sich leider im Jahr 2020 um einige Wochen, da wir die benötigten Daten erst im Dezember erhalten haben: Aufgrund des Shutdowns im Kongo (März bis Juli) wurden die Schuljahresnoten erst im Herbst ermittelt; zusätzlich kam es zu Lehrerstreiks (s.u.) und unsere Vertrauensperson, Pfarrer Floribert, konnte aufgrund einer Malariainfektion seinen Tätigkeiten nicht nachgehen. Die Befürchtung, die Pandemie könnte die Lebensumstände eines Großteils unserer Patenkinder so verändern, dass ein Schulbesuch nicht mehr infrage kommt, hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet. Darüber sind wir sehr erleichtert, die Menschen im Ostkongo leiden aber unter den Folgen der Pandemie . 

Im Vergleich zu Europa gibt es im Kongo viel weniger Krankheitsfälle, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind. Von offizieller Seite ist nur von 15500 Infizierten und 370 Toten die Rede (bei 80 Mio. Einwohnern). Mit den Laborkapazitäten des Landes können aber nur 500 Tests am Tag untersucht werden, im ganzen Land stehen nur ca. 50 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Von einer Erfassung der Krankheitsfälle oder deren medizinischer Behandlung kann gar keine Rede sein.

Die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben der Menschen sind auch im Dezember noch immens: "Sogar Leute die ein wenig Geld hatten sind nun in Schwierigkeiten. Diejenigen die Kleinhandel betreiben sind wie festgenagelt", so Floribert. Der Shutdown wurde bereits im Juli aufgehoben, trotzdem steht der Handel still, Lebensmittelpreise haben sich verdoppelt, die Gewalt in Gesellschaft und Familie nimmt wieder zu. "Jambo Buhimba" wird  in diesem Schuljahr mit ca. 6000  Euro die Schulspeisung unterstützen, so wird den Kindern konkret geholfen und Familienernährer werden entlastet.  

Zusätzlich ist die politische Situation im Kongo seit den Wahlen 2019 immer noch angespannt. Obwohl Joseph Kabila nicht mehr Präsident ist, hat er durch die Parlamentsmehrheit seiner Partei noch viel Macht inne, sodass Präsident Tshisekedi nicht regieren kann. Es besteht die Gefahr eines neuen Bürgerkriegs. In den politischen Quereleien ist auch die Schulbildung ein Thema: von politischer Seite wurde angekündigt, Schulbildung  durch den Staat kostenlos zu gewähren. Es blieb jedoch bei bloßer Rhetorik, den Lehrern wird kein oder wenig Gehalt bezahlt. Dies führt wiederum zu Streiks. Floribert schreibt: "Was die Politiker sagen, sind reine Lügen. Sie wollen die Kinder einfach ohne Ausbildung und in Unkenntnis lassen." Solange der Staat Kongo keine Schulfinanzierung durchführt, wird unser Verein weiter Patenschaften vermitteln. In diesem Schuljahr haben wir Schulgeld in Höhe von rund 42.000 Euro für 286 Kinder und zwei Studenten überwiesen.

Auch von Pfarrer Floribert gibt es Neuigkeiten: er ist diesen Herbst von seinem Bischof zum Regens des Priesterseminars in Buhimba ernannt worden und nicht mehr Schuldirektor am Collège Mwanga.  Trotzdem wird er die Kinder von Jambo Buhimba weiter betreuen. Er schreibt "Der Verein hängt an meinem Herzen", darüber sind wir sehr froh. Im Oktober ist Floribert leider an Malaria erkrankt, mittlerweile aber fast vollständig genesen. Für seine neue Aufgabe nehmen wir zweckgebundene Spenden entgegen, aktuell konnten wir Ihm dafür 2.000 Euro überweisen.  

Allen Paten und Spendern danken wir für Ihre Hilfsbereitschaft und Ihre Treue zu unserem Verein. Unser besonderer Dank gilt der Firma Topline aus Traunstein, die kostenlos unsere Pateninformationen druckt und der Raiffeisenbank Rupertiwinkel für die Übernahme der Überweisungsgebühren in den Kongo.

 

(neben den Informationen von Pfarrer Floribert und des Auswärtigen Amtes wurde auf Artikel von Judith Raupp (Dozentin an der Universiät Goma) zurückgegriffen.)