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Geben Sie den Kindern in Goma (Nord-Kivu) eine Chance!

 

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Neueste Vereinsnachrichten

Die neusten, leider sehr beunruhigenden, Nachrichten von Floribert - November 2022

(im Original(Französisch) und im  Anschluß die Übersetzung)

Floribert den 18.11.22 

Chers amis Jambo Buhimba en Allemagne,

Bonjour à chacun et à chacune de vous. De manière brève je viens vous donner nos nouvelles à Goma.

Du point de vue de la santé, nous allons bien. Mais la situation sociale et politique s’est détériorée depuis quelques semaines. Le Groupe rebelle dont je vous avais parlé en septembre a élargi son pouvoir. Jusqu’il y a peu il avait seulement la cité de Jomba et Bunagana. Depuis fin octobre (25-26 octobre) il a pris aussi Rutshuru (70 km de Goma), Buturande (80 km de Goma et Kibumba (30 km de Goma) toutes trois des cités se situant au nord de Goma sur la route allant à Butembo.

En prenant ces cités Goma se trouve dans une situation très difficile car 70 % de ses nourritures vient de Rutshuru. Au moment Goma est coupé de Rutshuru qui l’alimente en haricots, maïs, patates douces, pommes de terre etc. Si cette route ne s’ouvre pas dans les jours qui suivent, on va enterrer de cadavres mort de faim à Goma. La nourriture a doublé de prix. Nous mangeons pour le moment les haricots et les maïs qui viennent de Tanzanie. Incroyable mais vrai.

À part la faim, à Goma on vit de plus en plus dans une peur et une incertitude indescriptibles. Chaque jour on attend des affrontements entre l’armée congolaise et les forces de M23 comme cela se fait depuis plus de deux semaines à Rutshuru, à Buturande et à Kibumba.

Mais malgré cette incertitude et cette peur, nous vaquons à nos occupations et les autorités sur place nous y encouragent. Les écoles fonctionnent ainsi que les autres activités. Nous n’avons pas de choix. Ceux qui ont d’autres possibilités évidemment ont quitté Goma. Au séminaire nous sommes aussi là.

Quand les trois villes ont été prises, moi j’étais à Butembo. Je donnais cours dans un Séminaire de Théologie là-bas (Theologat Saint Octave). J’étais parti par voiture (la voie la moins chère) mais comme la route était fermée, je suis rentré par avion de Beni ( 50 Km de Butembo ).

Beaucoup de salutations. Ne nous oubliez pas dans vos prières.

 

Übersetzung:

Pfarrer Floribert Kihuo über die Lage in Goma am 18.11.22

Liebe Jambo Buhimba-Freunde in Deutschland,

Hallo an jeden einzelnen von euch. Ich teile euch kurz unsere Neuigkeiten aus Goma mit.

Gesundheitlich geht es uns gut. Doch die soziale und politische Situation hat sich in den letzten Wochen verschlechtert. Die Rebellengruppe, von der ich Euch im September erzählt habe, hat ihre Macht ausgeweitet. Bis vor kurzem hatten sie nur die Städte Jomba und Bunagana erobert. Seit Ende Oktober (25./26. Oktober) sind auch Rutshuru (70 km von Goma entfernt), Buturande (80 km von Goma entfernt) und Kibumba (30 km von Goma entfernt) in ihren Händen: alle drei nördlich von Goma gelegenen Städte auf dem Weg nach Butembo.

Durch die Einnahme dieser Städte befindet sich Goma in einer sehr schwierigen Situation, da 70 % seiner Lebensmittel aus Rutshuru stammen. Zur Zeit ist Goma von Rutshuru abgeschnitten, das es mit Bohnen, Mais, Süßkartoffeln, Kartoffeln usw. versorgt. Wenn diese Straße in den folgenden Tagen nicht geöffnet wird, werden wir in Goma verhungerte Leichen begraben. Das Essen hat sich im Preis verdoppelt. Wir essen derzeit Bohnen und Mais, die aus Tansania stammen. Unglaublich aber wahr.

Abgesehen von Hunger leben die Menschen in Goma zunehmend in unbeschreiblicher Angst und Unsicherheit. Jeden Tag erwarten wir Zusammenstöße zwischen der kongolesischen Armee und den Streitkräften der M23, wie es seit mehr als zwei Wochen in Rutshuru, Buturande und Kibumba der Fall ist.

Aber trotz dieser Ungewissheit und dieser Angst gehen wir unserer Arbeit nach und die Behörden vor Ort ermutigen uns dazu. Die Schulen funktionieren ebenso wie andere Aktivitäten. Wir haben keine Wahl. Diejenigen, die andere Möglichkeiten haben, haben Goma offensichtlich verlassen. Auch im Seminar läuft der Unterricht.

Als die drei Städte eingenommen wurden, war ich in Butembo. Dort unterrichtete ich an einem theologischen Seminar (Theologat Saint Octave). Ich war mit dem Auto (der billigste Weg) abgereist, aber da die Straße gesperrt war, kehrte ich mit dem Flugzeug von Beni (50 km von Butembo entfernt) zurück.

Viele Grüße. Vergiss uns nicht in deinen Gebeten.

 

Bildunterschrift:

Dieses Bild entstand bei unserer Corona Hilfe 2021: jeder notleidenden Familie werden je ein Sack Reis, Maismehl und Bohnen ausgehändigt, dazu ein Kanister Öl. Um Unruhen bei Verteilung zu vermeiden müssen die Menschen die Hilfe in Buhimba in Empfang nehmen, der Rücktransport nach Goma wird von Floribert organisiert. Über 200 Familien konnten in den letzten zwei Jahren so vor Hunger bewahrt werden.

Nachrichten aus der Region rund um Goma von Anfang August 2022

 Liebe Vereinsmitglieder*Innen,

die Situation in Goma ist aktuell sehr angespannt.

Die Rebellengruppe M23 verbreitet im Nord-Kivu seit einigen Monaten wieder Angst und Schrecken: Dörfer wurden erobert, Menschen getötet, Frauen vergewaltigt. Ende Mai waren ca. 70.000 Menschen in der Region auf der Flucht Richtung Goma oder zur Grenze von Uganda. Die Rebellen standen bereits 10 km vor Goma, als es dem Militär im Juni gelang, sie zurückzudrängen. Die Gefahr ist aber nicht dauerhaft gebannt, da M23 scheinbar von der ruandischen Regierung gestützt wird.

Neben der akuten Gefahr birgt dieser Konflikt auch eine Ernährungskrise, denn viele Felder konnten nicht bestellt werden. Zusätzlich sind auch im Kongo die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs zu spüren. Der Kongo ist in Bezug auf Lebensmittel und Öl auf Importe angewiesen, in beiden Bereichen gab es in den letzten Monaten starke Preissteigerungen, so kostet Benzin z. B. doppelt so viel wie im März. Arme Bevölkerungsschichten leiden bereits wieder Hunger bzw. können nur einmal am Tag essen. „Jambo Buhimba“ wird auch dieses Jahr zusammen mit dem Verein „Hand in Hand“ aus Beckum eine Hilfsaktion starten. Aufgrund der Dringlichkeit der Notsituation wurden in den vergangenen zwei Jahren für ca. 15.000 Euro Lebensmittel gekauft und an besonders arme Familien verteilt. Auf Vorschlag von Pfarrer Floribert, der die Aktion wieder leitet, wollen wir dieses Jahr eine Hungeraktion durchführen die längerfristig hilft: Jede Familie bekommt  USD 100 ausgezahlt, um damit in kleinem Stil Handel zu betreiben und von dem Gewinn ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. „Eine kluge Frau kann damit monatelang wirtschaften“, so Floribert. Für diese Aktion werden voraussichtlich 5.000 Euro überwiesen. Ermöglicht wird diese Hilfe durch Ihren Mitgliedsbeitrag und zusätzliche Spenden.

Positive Nachrichten gibt es aber auch:

Der Schulunterricht findet regulär statt, coronabedingt wird das Schuljahr dieses Jahr für unsere 294 Patenkinder wieder im August beendet. Auch hier werden die Mitgliedsbeiträge verwendet: 12 Kindern wurde die Ausbildung durch vereinseigene Mittel finanziert.

Floribert ist bis September als Pfarrervertretung in Norddeutschland tätig. Wir freuen uns sehr, Ihn auf der Jahreshauptversammlung dieses Jahr persönlich begrüßen zu dürfen. Im Anschluß an seinen Bericht über die Situation in Goma bietet sich die Gelegenheit, mit ihm persönlich zu sprechen. Bei einem Treffen mit dem Vorstand hat er bereits seine Dankbarkeit für die Unterstützung durch „Jambo Buhimba“ betont und seine Freude beschrieben, wenn er den Bedürftigen helfen kann, er sagt selbst: „Ich trage die Armen im Herzen.“

Die Übernahme der Portokosten durch Vereinsmitglieder hat es uns ermöglicht im letzten Jahr drei Pakete in den Kongo zu schicken, die in erster Linie Druckertoner für den Schulbetrieb enthielten. Zum Auspolstern wurden Fußballtrikots verwendet – gespendet vom Sportverein Marktl am Inn.

Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Neuste Nachrichten rund um Goma vom 05.06.2022

Die Situation in Goma ist aktuell sehr angespannt. Die Rebellengruppe M23 verbreitet im Nord-Kivu seit einigen Monaten wieder Angst und Schrecken: Dörfer wurden erobert, Menschen getötet, Frauen vergewaltigt. Vergangene Woche waren ca. 70.000 Menschen auf der Flucht Richtung Goma oder zur Grenze von Uganda. Einen traurigen Höhepunkt erreichten die Kämpfe vergangenes Wochenende als die Rebellen nur noch 10 km von Goma entfernt waren und in einem Dorf 37 getötete Zivilisten entdeckt wurden. Mittlerweile konnte das Militär die Milizen glücklicherweise wieder zurückdrängen, die Flüchtlinge kehren in ihre Dörfer zurück.

Zusätzlich sind auch im Kongo die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs zu spüren. Der Kongo ist in Bezug auf Lebensmittel und Öl auf Importe angewiesen, in beiden Bereichen gab es in den letzten Monaten  starke Preissteigerungen, so kostet Benzin z. B. doppelt so viel wie im März. Die armen Bevölkerungsschichten leiden bereits wieder Hunger bzw. können nur einmal am Tag essen.

Positive Nachrichten gibt es aber auch: Der Schulunterricht findet regulär statt, coronabedingt wird das Schuljahr dieses Jahr wieder im August beendet. Auch kommt hoher Besuch nach Goma: Der Papst wird am 4 Juli eine Messe in Goma halten. Danach wird Floribert im Juli/August in Deutschland eine Pfarrervertretung wahrnehmen. Nach zweijähriger Pause freuen wir uns schon auf ein Wiedersehen! 

 

Amka Kijana

Zwischenbericht und Die Auswirkungen des Projekts

1. - Name des Projekts: Sozioökonomische Eingliederung marginalisierter Jugendlicher in den östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo

- Lage: Provinz Nord-Kivu - Goma

- Datum der Fertigstellung: 31. März 2022

- Erhaltene Mittel: 10 321,97 USD

- Höhe der ausgegebenen Mittel: 5 000 USD

2. Was wurde mit den für dieses Projekt bereitgestellten Mitteln und dem Plan zur Verwendung der verbleibenden Mittel erreicht?

Wir haben die Auszubildenden willkommen geheißen und sie lernen weiter. Mit den Mitteln haben wir wie geplant Materialien eingekauft.

Die verbleibende Summe wird dazu beitragen, 4 Trainer, den Kauf anderer verbleibender Materialien, Schulmaterial für die Lernenden (Stifte, Notizbücher ...) und Kreidekisten zu bezahlen.

3. Begünstigte (ungefähre Anzahl, Alter, Status im Leben)

Die Nutznießer unserer Ausbildung sind junge Menschen, deren Alter zwischen 14 und 30 Jahren variiert, es gibt 32 Jugendliche, die die Ausbildung absolvieren. Sie kommen aus armen Verhältnissen, was ihre soziale und wirtschaftliche Situation betrifft. Diese Jugendlichen verfügen über ein gewisses Schulniveau und zeigen ein besonderes Interesse an einer technischen und beruflichen Ausbildung. Am Ende ihrer Ausbildung werden sie nach sechsmonatiger Ausbildung bei AMKA KIJANA in den Verein aufgenommen.

4. Maßnahmen, die zu ergreifen sind, um die Fortführung der Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen zu gewährleisten

Um die Kontinuität des Projekts zu gewährleisten, stellen wir sicher, dass die Artikel, die die Lernenden im Rahmen ihres Lernens herstellen, auf dem Markt verkauft werden und es ihnen somit ermöglichen, ein kleines Stipendium zu berühren. Mit Hilfe unseres Spenders: "Jambo Buhimba", würden wir gerne mit einem kleinen Büro beginnen, das eine Verbindung zwischen der Ausbildung und der Arbeit für eine reibungslose soziale Eingliederung unserer Jugendlichen herstellt. Die Besten der Lernenden werden von Amka Kijana gehalten, um zukünftige Werbeaktionen in der gesamten Region zu bilden.  Sie können sich Amka kijana anschließen und erhalten einen kleinen Bonus als Trainer. AMKA KIJANA wird weiterhin mit Jambo Buhimba zusammenarbeiten, was die Finanzierung der Aktivitäten betrifft. Andere Interessenträger werden für die Fortsetzung der Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen begrüßt. Mit dem Beitrag der Mitglieder von AMKA KIJANA wird die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen fortgesetzt.

5. Eine persönliche Geschichte über eine Person, die von diesem Projekt profitiert hat

Amka kijana spielt in unserer Region eine wichtige Rolle, was die Erhebung der Jugend betrifft. Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung von Jambo Buhimba. Es gibt der Jugend in der Tat eine zweite Chance. Dies ist der Fall von Mapenzi Shamavu Prisca. Sie wurde am 17. Januar 2001 geboren. Sie erzählt ihre Geschichte: "Ich bin Mapenzi Shamavu Prisca. Ich wurde in einer Familie mit acht Kindern geboren. Drei unter ihnen sind Mädchen und weitere fünf sind Jungen. Ich bin die erste unter den Mädchen. Ich habe ein Diplom in Business Financial Studies. Ich hatte eine starke Idee, die ich mit meinem Studium verfolgen wollte, aber aus Geldmangel war es nicht möglich. Meine Eltern sind arm und sie waren nicht in der Lage, letzteres für mein Schulgeld zu bezahlen. Vor kurzem war ich im Gefängnis, weil ich mir etwas Geld geliehen hatte und nicht in der Lage war, es zurückzuzahlen. Mit der finanziellen Unterstützung einer katholischen Gruppe aus meiner Pfarrei, den sogenannten "kleinen Sängern", wurde ich aus dem Gefängnis entlassen, nachdem ich 137 USD bezahlt hatte. Meine junge Schwester ist seit ihrer Kindheit gelähmt. Meine Eltern brachten sie nach Kigali/ Ruanda, um Medikamente zu nehmen. Diese Situation hat meine Familie ruiniert. Jetzt mache ich eine Ausbildung bei AMKA KIJANA im Schweißen. Langsam kümmere ich mich um einige Grundbedürfnisse. Mit Engagement und klaren Zielen hoffe ich, meine Ausbildung abzuschließen und mit Hilfe von AMKA KIJANA einen Abstiegsjob zu finden.

Bericht erstellt von: Daniel Muhindo Kashuba

Titel: Direktor von AMKA KIJANA

Der Ausbruch des Vulkans Nyiragongo am 22.5.21 hat die Menschen in Goma schwer getroffen: Lavaströme zerstörten Häuser, lösten Erdbeben aus und verur-sachten gefährliche Gasblasen im Kivu-see. Durch herabfallende Vulkanasche wurden Feldfrüchte in einem großen Gebiet ungenießbar. Das dringlichste Problem für die Menschen war in dieser Situation die Nahrungsversorgung. Der Verein Jambo Buhimba konnte durch Pfarrer Floribert zweimal eine Lebensmittelverteilung durchführen: Insgesamt 158 Familien wurden dabei mit Vorräten für einen Monat ausgestattet. Es wurde jeder Familie ein Sack (25 kg) Reis, Bohnen und Maismehl zugeteilt, dazu ein Kanister mit 20 l Öl (im Wert von ca. 100 US$). Floribert hat in den besonders verwüsteten Stadtteilen Turunga und Buhene über die Pfarrgemeinden Personen ermittelt, die durch den Vulkanausbruch in große Not geraten sind. Da es sehr riskant war, von Notleidenden überrannt zu werden, wurde die Verteilung in Buhimba vorgenommen und der Rücktransport der Personen und Lebensmittel organisiert. Nach Buhimba aber mussten die Menschen 18 km zu Fuß zurücklegen. Floribert schreibt: „Meine Mitmenschen haben keine Worte, um richtig ‚Danke‘ zu sagen. Ich finde auch keine Worte. Es war mit viele Emotion, dass sie das Essen bekommen haben. Man hat gespürt, dass sie sehr leiden und keine andere Hilfe bekommen.“

Wir danken den vielen Spendern, die zu dieser schnellen und lebensrettenden Hilfestellung beigetragen haben. Mit zwei Überweisungen wurde der Betrag von 12.655 Euro in den Kongo transferiert. Die Raiffeisenbank Ruperti-winkel hat dankenswerterweise – wie immer – unsere Überweisungsgebühren übernommen.